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23. Februar 2026

Ordensklinikum Linz bricht Lanze für Organspenden

Organspenden retten Leben und sind eine besondere Form gelebter Solidarität: Das war der Tenor einer Pressekonferenz am 23. Februar 2026 im Ordensklinikum Linz. Eine Organtransplantation könne für schwer kranke Menschen die einzige Chance auf Heilung oder eine Verbesserung der Lebensqualität sein. Während der Bedarf an Organen steigt, sinke jedoch die Zahl der Organspenden von Verstorbenen, obwohl in Österreich die Widerspruchslösung gilt, wie es hieß.

Die Teilnehmer:innen der Pressekonferenz (v.l.):

Die Teilnehmer:innen der Pressekonferenz (v.l.): Stefan Eccher, Anästhesist und lokaler Organspendenbeauftragter am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern, Daniel Cejka, Leiter der Nephrologie und Transplantationsmedizin am Ordensklinikum Linz Elisabethinen, Gesundheitslandesrätin LH-Stv.in Christine Haberlander, Matthias Biebl, Abteilungsleiter der Chirurgie am Ordensklinikum Linz und Michael Girschikofsky, Ärztlicher Direktor des Ordensklinikums Linz Elisabethinen. (c) Ordensklinikum Linz

 

In ganz Österreich spenden jedes Jahr zwischen 150 und 200 Menschen ihre Organe und retten damit das Leben von chronisch kranken Patienten. Der Großteil der Organspenden geschieht nach dem Tod der Spender. Derzeit stehen bundesweit mehr als 800 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan, jährlich sterben 50 bis 70 von ihnen.

 

„Die Ursachen für die sinkenden Organspendenzahlen sind vielfältig. Einerseits spielen die Personalressourcen, die für eine Transplantation gebraucht werden, eine Rolle. Andererseits nehmen die Einsprüche der Angehörigen von verstorbenen potenziellen Spendern zu, weil generell eine gewisse Skepsis oder Vorurteile herrschen“, sagte Primar Daniel Cejka, der als Präsident die Österreichische Gesellschaft für Transplantation, Transfusion und Genetik – kurz Austrotransplant (ATx) – leitet. Entscheidend, ob nach dem Tod ein Organ entnommen wird, sei jedoch ausschließlich der mutmaßliche oder dokumentierte Patientenwille.

 

„Einvernehmen mit Angehörigen herstellen“

„Es ist aber gelebte gute Praxis, Einvernehmen mit den Angehörigen herzustellen und sie dahingehend aufzuklären, welchen positiven Einfluss die gespendeten Organe gleich für mehrere chronisch kranke Patienten haben können“, ergänzte Stefan Eccher, Anästhesist und lokaler Organspendenbeauftragter am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern. Sobald der Hirntod der Patienten eindeutig feststeht, werde im Widerspruchsregister geprüft, ob ein entsprechender Eintrag vorliegt. Danach leiten die Koordinatoren des jeweiligen Transplantationszentrums gemeinsam mit Eurotransplant den Prozess ein. „Die Verstorbenen werden auch während der Organentnahme zu jeder Zeit pietätvoll behandelt und die Angehörigen bekommen genügend Zeit, um sich zu verabschieden“, erklärte Eccher.

 

Nierentransplantationen am häufigsten

Im Jahr 2024 wurden in Österreich insgesamt 637 Organe von lebenden und verstorbenen Spenderinnen und Spendern transplantiert, dabei war die Niere mit 319 das am häufigsten transplantierte Organ. „14 der 68 Nieren, die 2025 bei uns im Haus transplantiert wurden, stammen von Lebendspendern“, sagte Primar Matthias Biebl vom Ordensklinikum Linz. Dabei wird jedoch genau auf das Wohlergehen der Spender geachtet: „Drei von vier potenziellen Spendern müssen wir leider ablehnen, weil der Eingriff negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben könnte.“

 

Um das Bewusstsein für die Thematik auch bei den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen zu erhöhen, wurde auf Initiative des Ordensklinikums Linz im Frühjahr eine trägerübergreifende Kampagne unter dem Slogan „Ich bin für Organspende! Denn Organspende rettet Leben“ gestartet.

 

Quelle: kathpress

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Weiterlesen:

Ordensklinikum Linz

 

[teresa bruckner]


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