Hospiz & Palliativ Akademie startet in Ried

Menschen am Lebensende helfen und begleiten - mit den beiden neuen Lehrgängen am KH Ried bald möglich. (c) unsplash
„Ich verfolge gerade mit großer Aufmerksamkeit die aktuelle Diskussion um die aktive Sterbehilfe. Nach meinem Verständnis zeigt der Ruf nach Sterbehilfe, wie verzweifelt Menschen in der letzten Phase ihres Lebens sein können“, erläutert Mag. Johann Minihuber, MBA MAS seine Motivation, den Lehrgang für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung sowie die Ausbildung Palliative Care anzubieten bzw. fortzuführen. Gut ausgebildete Begleiter von unheilbar erkrankten und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen ermöglichen den Menschen ein würdevolles Leben bis zum letzten Atemzug.
1998: Erste Palliativstation in OÖ in Ried
Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried hat 1998 als erstes Krankenhaus in Oberösterreich eine Palliativstation eröffnet und damit Neuland beschritten. Mittlerweile muss man die Palliativversorgung, die Betroffene und ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase unterstützt, nicht mehr erklären. Eine gute Versorgung braucht gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl im als auch außerhalb des Krankenhauses. Deshalb passt die Ausbildung von Pflegepersonen, Medizinerinnen und Medizinern und allen im Hospiz- und Palliativbereich Tätigen gut in das Aufgabenspektrum des Rieder Schwerpunktspitals.
Lehrgangsleiterin mit langer Erfahrung
Sabine Leithner, MSc ist akademische Expertin für Palliative Care und hat langjährige Erfahrung in der Hospiz- und Palliativarbeit sowie in der Erwachsenenbildung. Sie leitet die beiden Lehrgänge, die jeweils im Jänner bzw. Februar 2021 beginnen:
- Basis-Lehrgang Palliative Care für Menschen, die beruflich mit Schwerkranken arbeiten mit 170 Einheiten Theorie und 80 Stunden Praktikum
- Hospizlehrgang Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung mit 100 Einheiten Theorie und 40 Stunden Praktikum
„Bei den Ausbildungen geht es vor allem um die Vermittlung von Haltung, denn das Wichtigste bei der Begleitung ist der Begleiter/die Begleiterin selbst. Neben dem Aneignen von Fachwissen geht es deshalb auch um eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner eigenen Sterblichkeit“, so Sabine Leithner.
Nähere Informationen zu den beiden Lehrgängen
[elisabeth mayr]