MitarbeiterInnen im Krankenhaus Braunau helfen dem kleinen Michael

Spontane Hilfe im Krankenhaus Braunau, dass freut auch Primar Dr. Florian Neuhierl. (c) Krankenhaus Braunau
Die Leukämie-Therapie hat zwar bei älteren Kindern sehr große Fortschritte gemacht, Neugeborene können aber aufgrund der besonderen Form der Leukämie nur durch eine zusätzliche Stammzelltransplantation dauerhaft geheilt werden. Als im April 2020 Michael im Krankenhaus Braunau mit der Diagnose Leukämie zur Welt kam, war die Hilfsbereitschaft so groß, dass sich jetzt fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses für eine eventuelle Stammzellspende typisieren ließen. Auch für den dreijährigen, ebenfalls an Leukämie erkrankten Leonhard soll so Hilfe gefunden werden.
Das Engagement ist insofern auch besonders, weil es zu einer Zeit kommt, in der viele Stellen aufgrund Corona einen Stopp bei Neuanmeldungen als StammzellenspenderInnen haben.
Die Stammzellentypisierung im Krankenhaus Braunau wurde mittels Wangenabstrich durchgeführt. „Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und besonders bei unserem Betriebsrat, Frau Pucher und Herrn Simböck, herzlich dafür bedanken, dass sie sich für diese Spendersuche zur Verfügung gestellt und uns tatkräftig unterstützt haben“, betont Primar Prof. Dr. Uwe Wintergerst, Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendheilkunde am Krankenhaus Braunau, der die Aktion mit finanzieller Unterstützung des Lions Clubs Braunau und Multi-Distrikt Ost organsierte. „Alle Spender werden in die europäische Stammzelldatenbank aufgenommen und können bei Bedarf auch für andere Menschen, die Stammzellen benötigen, spenden.“
Stammzellenspende ohne Knochenmark
Die Stammzellspende erfordert heutzutage keine Knochenmarkentnahme in Allgemeinnarkose mehr, sondern nur noch eine etwas erweiterte Blutentnahme. Als Spender in Frage kommen Menschen ohne chronische Erkrankungen im Alter von 18 bis 45 Jahre.
Rücksprachehinweis:
Dr. Christian Huber 0676 4460026
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