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14. November 2019

Rechtzeitige Diagnose und Therapie bringt entscheidende Vorteile bei Entwicklungsstörungen

Mindestens jedes zehnte Kind ist von einer relevanten Entwicklungsstörung betroffen. Ob Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), intellektuelle Beeinträchtigung, Autismus, Epilepsie, Stottern, Schwerhörigkeit, Blindheit, Lernstörungen. Entwicklungsstörungen sind vielfältig, treten in unterschiedlichsten Kombination und Klassifizierungen auf und stellen Familien, die Gesellschaft, die Gesundheits- und Bildungspolitik vor große Herausforderung. Das rechtzeitige Erkennen und Behandeln kann in sehr vielen Fällen die Entwicklung entscheidend verbessern.

Neue Chancen für Kinder mit Entwicklungsstörungen in Oberösterreich diskutierten: LH Stellvertreterin  Mag.a Christine Haberlander (Mitte), Prof. William J. Barbaresi, Harvard Medical School und Leiter der Abteilung für Entwicklungsmedizin im Boston Children’s Hospital (rechts) und Primar Priv.-Doz. Dr. Johannes Fellinger, Leiter des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie (links). (c) Barmherzige Brüder Linz

Drogen, Alkohol und psychiatrische Störungen – Begleitfaktoren von ADHS

Eine der häufigsten Entwicklungsstörungen ist ADHS. Seit 1930 ist diese Krankheit medizinisch relevant, bis heute sind die Auswirkungen dieser Entwicklungsstörung problematisch: So weisen 60% der Betroffenen Kinder und Jugendlichen mindestens eine zusätzliche Lernstörung (Lesen, Schreiben, Rechnen) auf. Noch höher ist die Zahl derer, die gleichzeitig unter einer psychiatrischen Störung leiden, was dazu führt, das fast 40% der männlichen Jugendlichen eine diagnostizierte Drogen- oder Alkoholabhängigkeit entwickeln. Auch die ökonomischen Auswirkungen von Entwicklungsstörungen sind beachtlich: Studien aus den USA zeigen am Beispiel einer Autismusspektrumstörung (ASS), dass die durchschnittlichen Kosten über die gesamte Lebensspanne bei Personen mit ASS und intellektueller Beeinträchtigung umgerechnet über 2,1 Mio. Euro betragen.

Was führt aber zu einem guten Ergebnis bei Kindern mit Entwicklungsstörungen?

Mit dieser Frage beschäftigten sich vergangenen Montag im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz LH Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, Prof. William J. Barbaresi, Harvard Medical School und Leiter der Abteilung für Entwicklungsmedizin im Boston Children’s Hospital und Primar Priv.-Doz. Dr. Johannes Fellinger, Leiter des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie.

Barbaresi fasste in seinem Vortrag die wesentlichen Schritte für eine optimale Versorgung von Betroffenen und deren Familien zusammen: „Wichtig ist eine frühe und präzise Diagnose. Diese sollte multidisziplinär (z.B. medizinisch und psychologisch) erfolgen. Entscheidend ist am Beispiel der Behandlung von ADHS eine Kombination von medizinischer und psychosozialer Therapie - von der Kindheit bis hinein ins Erwachsenenalter aufrecht zu erhalten“.

Barbaresis Forderungen: eine Gleichstellung von körperlichen und psychosozialen Krankheitsbildern im Gesundheitssystem und die entsprechende Aus- und Weiterbildung bezüglich Entwicklungsstörungen von Fachleuten im Gesundheits- und Bildungssystem. Sein Wunsch: „Entwicklungsmedizin benötigt einen Paradigmenwechsel in der Vernetzung von Bildung und Gesundheit.“

„Die Möglichkeiten der Kinder sind die Zukunft des Landes“

Wie wichtig dieses Thema auch aus politischer Sicht ist, betonte auch LH Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.: „In Oberösterreich wollen wir gerade auch Kindern die von einer Entwicklungsstörung betroffen sind, bestmögliche Unterstützung bieten um individuell eine gute Entwicklung und damit Lebensqualität zu erreichen. Dafür wurde in Oberösterreich bereits wichtige Aufbauarbeit geleistet, zuletzt mit der Eröffnung der Kinder-Reha Einrichtung „Kokon“ in Rohrbach. Aktuell beschäftigt sich das Land OÖ mit dem Aufbau eines sozialpädiatrischen Netzwerks. Ziel ist ein umfassendes Angebot und vor allem auch die Vermeidung von langen Irrwegen für betroffene Familien. „Gemeinsam mit dem Institut für Sinnes- und Sprachneurologie ist es möglich, neueste Forschungsergebnisse rasch in die Praxis einzubinden. Aber, so Haberlander: „Wir sind noch lange nicht am Ende.“

„Entscheidend ist die Zusammenarbeit von medizinischen, pädagogischen und sozialen Systemen“

Für Familien mit Kindern mit Entwicklungsstörungen ist die Erziehungs- und Förderarbeit ungleich aufwendiger und endet nicht mit dem Ende der Schulpflicht. Entscheidend ist

Früherfassung und Frühförderung von Familien mit betroffenen Kindern, Unterstützung in therapeutischen Bemühungen, aber auch eine Anpassung von schulischen Angeboten und Arbeitsmodellen. „Wir müssen die bestmögliche Behandlung in der heutigen Zeit als Basis nutzen, neue Erkenntnisse gewinnen, um in den nächsten Generationen bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten“, so Fellinger.

 

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