Interdisziplinäre und demenzgerechte Betreuung bei Elisabethinen
Die Elisabethinen reagieren mit einer interdisziplinären Experten-Demenzgruppe auf die steigenden Zahlen der Erkrankten © StudioHorst/EKH
Das Ordensspital wurde für diese Bemühungen nun mit der Zertifizierung zum "altersfreundlichen Krankenhaus" des Österreichischen Netzwerks gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) ausgezeichnet.
Die Krankheit stelle für Betroffene und Angehörige, aber auch für Ärzte und Pflegkräfte eine Herausforderung dar. So bräuchten ältere, demenziell erkrankte Patienten während einer stationären Behandlung besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung, erklärte Pflegedirektorin Elisabeth Rogy.
Im Elisabethinen-Krankenhaus wurden die Unterstützungsangebote für Patienten und Angehörige, eine demenzgerechte Raumgestaltung sowie Schulungen für Mitarbeiter ausgebaut. Letztere benötigen neben Fachwissen vor allem eine Sensibilisierung für die Bedürfnisse eines Menschen mit Demenz, meinte die Pflegedirektorin. Nur so könnten die Pflegenden die Emotionen des Patienten besser deuten und individuell darauf eingehen. Aber auch die Bevölkerung brauche mehr Wissen über das Krankheitsbild und mehr Verständnis für die Erkrankten, forderte Rogy.
Im Fokus der Maßnahmen stehe, den Wunsch der Betroffenen nach Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit zu respektieren und ein hohes Maß an Lebensqualität aufrecht zu erhalten, selbst wenn seine Demenzerkrankung weit fortgeschritten sei, meinte Rogy.
Quelle: Kathpress, Elisabethinen Klagenfurt
[mschauer]