7.630 Patienten ohne Krankenversicherung im ersten Halbjahr zeigen soziales Engagement der Wiener Ordensspitäler

Jeder fünfte Patient wird in einem der Wiener Ordensspitäler behandelt - Foto: Petra Rainer
Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 7.630 Menschen ohne e-Card in Wiens Ordensspitälern (Barmherzige Brüder Krankenhaus im 2. Bezirk, Franziskus Spital Landstraße im 3. Bezirk und Franziskus Spital Margareten im 5. Bezirk, Herz-Jesu Krankenhaus im 3. Bezirk, Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien im 6. Bezirk, Orthopädisches Spital Speising im 13. Bezirk, St. Josef Krankenhaus im 13. Bezirk, Göttlicher Heiland Krankenhaus im 17. Bezirk) ohne Kostenersatz ambulant oder stationär behandelt. „Diese Zahlen zeigen das hohe Niveau des karitativen Engagements der Wiener Ordensspitäler. Unser Grundsatz ist: Für möglichst viele da zu sein, die uns brauchen“, kommentiert Prim. Dr. Manfred Greher, Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses und Sprecher der sieben Wiener Ordensspitäler, diese Zahlen. Das Spektrum der Behandlungen reicht von einfachen Routinebehandlungen bis hin zur aufwändigen Betreuung von Krebs-Patienten oder orthopädischen Operationen. Der Großteil der ambulanten Gratis-Behandlungen wurde vom dafür sehr bekannten Barmherzige Brüder Krankenhaus durchgeführt.
Breites Engagement
„Das soziale Engagement der gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler ist sehr breit angelegt“, so Prim. Greher. So bietet das Team von YoungMum im St. Josef Krankenhaus Schwangeren und Müttern im Jugendlichen-Alter unentgeltlich medizinische Betreuung, Zuwendung und soziale Begleitung während der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Babys. Im Rahmen des Projektes „Soziale Geburt“ werden Entbindungen für Frauen ohne Sozialversicherung ermöglicht. Außerdem werden seit vielen Jahren schwangere Insassinnen der Justizanstalt Josefstadt betreut.
Zahlreiche Wiener Ordensspitäler kooperieren mit dem Flüchtlingshaus der Caritas, dem „Neunerhaus“ oder der „Gruft“, indem Therapien unentgeltlich durchgeführt werden. Das Barmherzige Schwestern Krankenhaus zum Beispiel baut gegenwärtig mit dem Gesundheitszentrum Neunerhaus ein Angebot für obdachlose Krebs-Patienten auf. Das Social Board des Orthopädischen Spitals Speising ist ein Projekt zur Behandlung von nicht versicherten, zum Teil obdachlosen Kranken. Dort werden außerdem Spendensammlungen für unterschiedliche karitative Projekte durchgeführt und eine Weihnachtsfeier für Obdachlose unterstützt.
Vielfältige Essensangebote für Bedürftige
Ein fixes Angebot mehrerer Wiener Ordensspitäler sind Essensangebote für Bedürftige: So bietet das Barmherzige Schwestern Krankenhaus im Vinzenzgwölb eine Frühstücksausgabe für bis zu 150 Obdachlose pro Tag. Das Franziskus Spital Landstraße bietet an sechs Wochentagen (außer Mittwoch und im August) das „Elisabeth Brot“: Täglich werden bis zu hundert Menschen mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Das Göttlicher Heiland Krankenhaus organisiert im Rahmen des sogenannten Freundschaftsmahls jeden Montag ein Mittagessen sowie im Dezember eine Weihnachtsfeier für Bedürftige, das Barmherzige Brüder Krankenhaus organisiert eine Fastensuppe am Aschermittwoch, etc.
[mgsellmann]