HealthNet: Land Kärnten und Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt starten innovative Zuhause-Versorgung für Patienten mit chronischen Wunden

Vertragsunterzeichnung: Mag. Michael Steiner, MAS, Geschäftsführer des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt und Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan und LH Stv.in Dr.in Beate Prettner. © Büro LHStv.in Prettner
"Österreichweit ist Kärnten die Pionierregion. Gestartet wird im Bezirk Völkermarkt. Unsere Partner, mit denen wir im regelmäßigen Erfahrungsaustausch stehen, sind die Region Veneto und die Local Health Authority in Triest“, so Prettner.
„Historische“ Vertragsunterzeichnung
Im Konkreten werden Bilder von den Wunden über sichere Internetkanäle direkt zum behandelnden Arzt ins Krankenhaus geschickt, damit dieser jederzeit „up to date“ ist. „Bis dato mussten die Betroffenen immer wieder und in sehr kurzen Abständen den beschwerlichen Weg ins Krankenhaus auf sich nehmen, um ihre Wunden kontrollieren zu lassen. Das Projekt macht es nun möglich, genau diese Krankenhausaufenthalte zu vermeiden“, erklärt Steiner. Es werde damit nicht nur der Patient profitieren. In der Folge sei auch mit Kosteneinsparungen zu rechnen.
Vorreiter-Modell
„Das Projekt HealthNet wird sich zu einem Vorzeigemodell der integrierten Gesundheitsversorgung entwickeln“, sind Prettner und Steiner überzeugt. Künftig werde diese Form der Patientenbetreuung eine zunehmendgrößere Rolle spielen: Es gehe insbesondere um die Phase nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, um die Kontinuität der Pflege, um Personen mit chronischen Krankheiten, aber auch um die Rehabilitationsphase nach operativen Eingriffen. Durch die Bereitstellung von IKT-Systemen und mittels neuer Organisationsmodelle zwischen intra- und extramuralen Experten werde betroffenen Patienten die Möglichkeit eines selbstständigen Lebens zu Hause geboten.
Gestartet wird das Projekt als Pilot mit EU-Förderung, und zwar vorerst befristet mit 31. 12. 2019. „Es ist davon auszugehen, dass es nach dem Testlauf weitergeführt und ausgebaut wird. Die Entwicklung moderner Medizin unter Ausnützung der digitalen Möglichkeiten ist Schritt für Schritt in die konkrete Patientenbehandlung zu integrieren. Vieles, was wir noch vor kurzem als Zukunftsmusik angesehen haben, kann und muss als Realität gelebt werden“, betont Prettner.