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31. Juli 2018

Unbeschwert durch den Sommer

Das „diabetische Fußsyndrom“ ist eine der häufigsten und beängstigten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus und wird im Wundzentrum des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt behandelt. Erfolgt keine Behandlung, kann dies böse enden und die Amputation von Zehen, der Vorfüße bis zur Beinabnahme die Folge sein.

Volkskrankheit Diabetes

In Österreich leiden acht Prozent der Menschen an Diabetes mellitus. Durch den konstant hohen Zuckerspiegel im Blut kommt es zur Nervenschädigung und zur Schädigung der Blutgefäße. Dies führt zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des Gefühls an den Fußsohlen (= diabetische Polyneuropathie) und zu Verschlüssen nicht nur der kleinsten sondern auch von großen Gefäßen, die als Mikro- und Makroangiopathie bezeichnet werden. Bei einem Drittel der Betroffenen tritt im Laufe der Erkrankung der sogenannte „diabetische Fuß“ in Erscheinung. Bei rund einem Viertel dieser Fälle muss eine Amputation durchgeführt werden. Österreichweit wurden in der Vergangenheit pro Jahr im Schnitt ca. 2.400 Amputationen aufgrund von Diabetes-Erkrankungen durchgeführt.

Diabetischer Fuß bleibt lang unbemerkt

Erste Anzeichen an den Füßen sind das verringerte Schmerz- und Temperaturempfinden, die zunehmend trockene Haut, ein Taubheitsgefühl oder Ameisenlaufen und nächtliche stechende brennende Schmerzen. „Sind die Nerven aufgrund von Mangelversorgung stark geschädigt, begünstigt dies auch die Entstehung von Fehlstellungen und Fehlbelastungen der Füße, erklärt die Erste Oberärztin und Chirurgin des Elisabethinen-Krankenhauses Dr. Christiane Dreschl, MBA. Weitere Symptome wie Rötung, Schwellung und Überwärmung der Vorfüße können auftreten, wenn es bereits zu einer Knochenerweichung kam. Die Ursache dafür sind die bei Diabetikern häufigen Durchblutungsstörungen.
Gefährlich für die zuckerkranken Patienten sind selbst kleinste Verletzungen an den Füßen, die wegen der Empfindungsstörungen nicht oder erst spät bemerkt werden. „Die Betroffenen merken oft nicht, dass sie verletzt sind,“ weiß Wundexpertin Dr. Dreschl.
Selbst tiefe offene Geschwüre sind oft nicht schmerzhaft. „Innerhalb weniger Tage können unter anderem wegen der gestörten Immunabwehr bei den Diabetikern unbemerkt aus kleinen Rissen, Hautblasen oder Druckstellen schwere Infektionen mit tiefen Wunden entstehen. „Sie können zum Absterben des betroffenen Gewebes führen und die Amputation einzelner Zehen oder größerer Teile des Fußes notwendig machen“, erklärt die Ärztin.

Experten des Wundzentrums am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt: Chirurgin EOA Dr. Christiane Dreschl, MBA und Wundmanagerin DGKP Cornelia Miklautz säubern die Wunde eines Patienten, der am diabetischen Fußsyndrom leidet. @ EKH

Eigene Füße unter die „Lupe“ nehmen

Ein absolutes Muss für Diabetiker ist das Tragen speziell angepasster orthopädischer Schuhe mit Polstereinlagen zur Vermeidung von Druckstellen und Reibeblasen. Gerade für Menschen mit einer diabetischen Polyneuropathie und/oder Durchblutungsstörungen sind passende Schuhe unverzichtbar. Zusätzlich ist bei Diabetikern auch eine tägliche Inspektion der Fußsohlen und Zehenzwischenräume empfohlen. „Die Patienten sollten ihre Füße täglich ganz genau wenn möglich auch mit einem Spiegel betrachten, um Druckstellen und nicht schmerzhafte Hautläsionen rasch zu entdecken und zu behandeln.“ empfiehlt Dr. Dreschl. Gerade in den Sommermonaten ist wegen der der warmen Temperaturen ganz besonders darauf zu achten. So sollten die Zehenzwischenräume trocken gehalten werden, die Haut zur Vermeidung von Hornhautrissen immer gut eingecremt werden und die Pediküre vorsichtig erfolgen, um keine Verletzungen zu erzeugen.

Wund-Ambulanz nimmt sich Betroffenen an

Dreimal wöchentlich werden Patienten, die an Wunden aller Art leiden, in der Wundambulanz des Elisabethinen-Krankenhauses behandelt. Beim diabetischen Fußsyndrom erfolgt dies bei zum Teil sehr jungen Patienten gemeinsam mit speziell auf Diabetes ausgebildeten Pflegekräften. Um eine Heilung zu ermöglichen, werden neben der Versorgung der Wunden, der chirurgischen Therapie auch geeignete Verbandsschuhe verordnet und spezielle Gipsverbände zur Entlastung der offenen Wunden angelegt.
Heute wird die Wunde eines Mannes fachmännisch versorgt. Eine große Wunde an der Fußsohle plagt ihn seit langer Zeit. Regelmäßige Verbandswechsel werden laut Anordnung im häuslichen Bereich weiter durchgeführt. Zur Kontrolle in die Wundambulanz soll er in zwei Wochen wieder kommen, erklärt ihm die Spitalsärztin. „Wir kümmern uns nicht nur um die Diagnostik und die Versorgung der Wunde, sondern auch um die medikamentöse Therapie, die Hautpflege und um die Anpassung der richtigen Schuhausstattung.“

Ausgebildete Wundexperten

Insgesamt stellt das Wundzentrum ein Netzwerk von Spezialisten und Spezialistinnen dar, zu denen auch die zertifizierte Wundmanagerin DGKP Cornelia Miklautz gehört. „Eine professionelle Wundversorgung in unserer Ambulanz ist das Eine. Wir schulen aber auch Patienten und Patientinnen, deren Angehörige und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Pflegediensten in der Wundpflege und Behandlung“, so Miklautz. Erklärtes Ziel ist es, nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die Wunden zu heilen, sondern auch Begleiterkrankungen zu behandeln. Beim diabetischen Fußsyndrom ist eine enge Zusammenarbeit mit der Internen Abteilung und Orthopädischen Abteilung des Hauses notwendig.

Vorreiter in Österreich

Das Elisabethinen Krankenhaus Klagenfurt war einst das erste Spital in Österreich mit einem zertifizierten Wundzentrum und ist seit 2017 Kompetenzzentrum Multiprofessionelles Wundmanagement der Barmherzigen Brüder Österreich.

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