Orthopädie und Unfallchirurgie im Klinikum Schwarzach: Neues Röntgensystem ermöglicht 3D-Bildgebung
“Die neuen Aufnahmeplätze sind für uns ein weiterer wichtiger Schritt zur bestmöglichen Diagnostik bei verschiedensten Verletzungs- und Krankheitsbildern”, freut sich Primar Oliver Sommer, Leiter der Radiologie in Schwarzach. “Die neueste Detektortechnik garantiert eine ausgezeichnete Bildqualität bei niedrigster Strahlendosis. Mit dem ‘Multitom Rax’ können Untersuchungen aus unterschiedlichen klinischen Bereichen an einem Gerät durchgeführt werden. Das erspart Zeit und vor allem viele Unannehmlichkeiten für die Patienten.”
Scanner bewegt sich um den Patienten
Mit dem „Multitom Rax” kann das Klinikum in Schwarzach einen völlig neuen Patientenkomfort bieten. Indem sich Röhre und Detektor des Systems um den Patienten in die entsprechende Untersuchungsposition bewegen, werden vor allem für bewegungsunfähige oder Notfall-Patienten unnötige Schmerzen und Risiken minimiert. Dank des frei positionierbaren Detektors können unterschiedliche statische wie dynamische Aufnahmen nacheinander gemacht werden. Ein Beispiel: Bei Verdacht auf einen Haarriss im Armknochen konnte bislang nur eine 3D-Aufnahme im Computertomographen (CT) des Klinikums für Diagnosesicherheit sorgen. Dafür musste der Patient in den CT-Raum gebracht werden und dort bei den Aufnahmen den verletzten Arm über den Kopf halten – eine schmerzhafte Lagerung. Beim neuen “Multitom Rax” kann die 3D-Aufnahme dagegen gleich am selben System, in patientenschonender Haltung gemacht werden. Der Patient muss weder auf einen weiteren Termin warten, noch zusätzlich zum CT gebracht werden. „Zudem ist die Strahlenbelastung deutlich geringer als im CT“, ergänzt Primar Sommer.
Primar Manfred Mittermair, Leiter der Unfallchirurgie, freut sich über eine „deutliche Verbesserung der Versorgungsqualität“. An seiner Abteilung werden an Spitzentagen Röntgenaufnahmen für bis zu 180 Patienten benötigt, alleine an einem durchschnittlichen Tag in der Wintersaison sind es über 100 Patienten.

„Die neuen Aufnahmeplätze sind für uns ein weiterer wichtiger Schritt zur bestmöglichen Diagnostik bei verschiedensten Verletzungs- und Krankheitsbildern. Mit dem ‘Multitom Rax’ können Untersuchungen aus unterschiedlichen klinischen Bereichen an einem Gerät durchgeführt werden. Für die Patienten bedeutet das: keine schmerzhaften Umlagerungen und Raumwechsel zwischen den Untersuchungen, kürzere Wartezeiten und geringere Strahlenbelastung“, freut sich Radiologie-Primar. Dr. Oliver Sommer. Foto: Kardinal Schwarzenberg Klinikum
3D-Aufnahmen unter natürlicher Gewichtsbelastung möglich
Primar Manfred Höflehner, Leiter der Orthopädie, präzisiert die Vorteile des Systems für seine Abteilung: “Aufgrund der Möglichkeit bei minimaler Strahlenbelastung dreidimensionale Aufnahmen unter natürlicher Gewichtsbelastung im Stehen anfertigen zu können, sind wir nun in der Lage, die Implantation von künstlichen Gelenken, wie Hüfte, Knie oder Schulter, bestmöglich an die individuelle Anatomie unserer Patienten anzupassen. Weiters ermöglichen diese 3D-Aufnahmen unter Belastung gegenüber den bisherigen konventionellen 2D-Röntgenbildern speziell auch bei degenerativen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule eine noch genauere Diagnose und Planungssicherheit.”

Mit dem „Multitom Rax” kann das Klinikum in Schwarzach einen völlig neuen Patientenkomfort bieten. Indem sich Röhre und Detektor um den Patienten in die entsprechende Untersuchungsposition bewegen, werden vor allem für bewegungsunfähige oder Notfall-Patienten unnötige Schmerzen und Risiken minimiert. Foto: Kardinal Schwarzenberg Klinikum
Technische Innovationen rasch zum Einsatz bringen
„Wir freuen uns, unseren Patientinnen und Patienten als erstes Krankenhaus in Österreich diese Art der Diagnostik bieten zu können“, sagt Ludwig Gold, Geschäftsführer im Kardinal Schwarzenberg Klinikum, und betont: “Als eine der wichtigsten Gesundheitseinrichtungen in Salzburg möchten wir nicht nur die Ausbildung der Mediziner auf höchstem Niveau anbieten, sondern diese auch mit den modernsten technischen Geräten unterstützen. Wir freuen uns deshalb über die Kompetenzpartnerschaft mit der Firma Siemens Healthineers, die den Patienten im gesamten Innergebirg Vorteile bringt und natürlich auch die medizinische Ausbildung verbessert. Dies bekräftigt auch unsere Strategie, möglichst frühzeitig bei neuen Innovationen eingebunden zu sein und diese auch sehr rasch unseren Patienten und Zuweisern zur Verfügung zu stellen.”