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16. November 2017

Hochpräzise, schonend und mobil: Technischer Durchbruch bei Katarakt‐Operationen

Als eine der ersten Augenabteilungen Österreichs integriert das Klinikum Wels‐Grieskirchen den mobilen Femtosekundenlaser routinemäßig in den sterilen Ablauf von Augen‐OPs. Die neueste Generation des Lasers arbeitet mit besonders feinen Laserschnitten hochpräzise und gewebeschonend.

Die Korrektur des Grauen Stars ist die weltweit am häufigsten durchgeführte Operation. Der Eingriff korrigiert eine Trübung der Augenlinse und vermeidet ein Fortschreiten der Krankheit bis zur Erblindung. Bei der Katarakt‐Operation wird die getrübte Linse durch eine künstliche klare Linse ersetzt. Der Eingriff ist in routinierter Hand komplikationsarm und schmerzfrei und dauert circa 15 bis 20 Minuten. Patienten werden meist nur lokal betäubt und können am selben Tag wieder nach Hause gehen. Was einfach klingt, ist aber ein höchst komplexer Eingriff, der mittels neuester Technologien und viel Erfahrung der Augenchirurgen noch präziser und schonender durchgeführt werden kann. 

Technischer Durchbruch für erfahrene Augenchirurgen 

Der Einsatz von Lasern gilt als technischer Durchbruch in der Katarakt‐Operation. Die Augenabteilung am Klinikum Wels‐Grieskirchen verwendet als eine der ersten Abteilungen Österreichs die neueste Generation des Femtosekundenlasers bereits seit 2014. „Teilschritte der Katarakt‐Operation können standardisiert und automatisiert durch den Laser durchgeführt werden. Damit ist die Methode sehr sicher und komplikationsarm“, erklärt Tina Astecker, langjährig erfahrene Augenchirurgin am Klinikum Wels‐Grieskirchen. Mit dem Laser werden Teilschritte vorbereitet, die Linsen vorgeschnitten und der Linsenersatz dann manuell finalisiert. Auch wenn der Laser Teilschritte übernimmt, erfordert die Operation viel Erfahrung in der Augenchirurgie. „Der Laser gehört unbedingt in die versierte Chirurgenhand. Denn man muss im Bedarfsfall jederzeit auf die konventionelle Methode umstellen können“, streicht Ali Abri, Leiter der Augenabteilung am Klinikum Wels‐Grieskirchen, die erforderliche Routine in der Durchführung der OP hervor.

Katarakt‐Operation (mobiles Gerät / Behandlungssituation) Foto: © Klinikum Wels‐Grieskirchen/Nik Fleischmann

Hochpräzise und schonende Laserschnitte

Mit dem Präzisionslaser sind besonders feine Laserschnitte möglich, die extrem glatte Schnittkanten ergeben. Die hohe Präzision und Schnittgenauigkeit minimieren die Belastung für Horn‐ und Netzhaut. „Die Laserpulse sind sehr energiearm und fokussiert. Durch die Überlagerung der Pulse ist eine vollständige, glatte Gewebetrennung möglich. Das umliegende Gewebe wird dabei geschont“, erklärt Abri den Vorteil der in seiner Abteilung eingesetzten Technologie.

OP ohne Unterbrechung dank mobilem Laser

Das Hightech‐Gerät im Klinikum Wels‐Grieskirchen ermöglicht einen fließenden Operationsablauf. „Während bei anderen, stationären Geräten die Operation in zwei Etappen erfolgt, ist der Femtosekundenlaser in den OP‐Ablauf integriert. Der sterile Arm wird eingeschwenkt, schneidet vor, wird ausgeschwenkt und wir können sofort weiterarbeiten", beschreibt Astecker den verbesserten Operationsablauf. Die Augenchirurgin führt bereits 90 Prozent ihrer Katarakt‐ Operation mit dem Femtolaser durch.

Individuell an Patienten angepasst

Nach einer augenfachärztlichen Voruntersuchung wird für jeden Patienten ein individueller Therapieplan erstellt. Hierbei spielt einerseits die Operationsmethode eine wichtige Rolle, andererseits die Auswahl der entsprechenden Linse, wie beispielsweise torische Linsen bei Hornhautkrümmung. Der moderne Femtosekundenlaser ist vielseitig einsetzbar.

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