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04. Oktober 2017

Brustzentrum Kärnten setzt auf individuelle Behandlung

Krankenhaus der barmherzigen Brüder St. veitAnlässlich des Internationale Brustkrebstages am 1. Oktober machte das Brustzentrum Kärnten auf die Wichtigkeit der Brustgesundheit und der Krebsvorsorge aufmerksam. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Wird er früh erkannt, sind die Heilungsaussichten jedoch sehr gut. Das Brustzentrum Kärnten im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit an der Glan ist ein Netzwerk von Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen und betreut die Patienten ganzheitlich. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Krebszentrum Graz (Comprehensive Cancer Center) der Medizinischen Universität Graz.

Am 1. Oktober trägt man die rosa Schleife. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, wie wichtig frühzeitige Erkennung von Brustkrebs ist. Für viele Frauen ist die Diagnose Brustkrebs erschütternd und verändert das Leben von einem Tag auf den anderen. Durch die heutigen modernen Behandlungsmethoden konnte dieGefährlichkeit der Erkrankung jedoch deutlich minimiert werden.

Breite Behandlungspalette

Mehr als 1.000 Patienten mit Brustkrebs wurden seit dem Aufbau des Brustzentrums im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan nach höchsten medizinischen Standards behandelt. Die Palette der Behandlungsmethoden reicht von der brusterhaltenden Entfernung von Tumorherden bis hin zur Entfernung und dem Wiederaufbau der Brust. Durch neue Erkenntnisse ist die Entfernung aller Achsellymphknoten nur mehr selten notwendig.

Gemeinsam für jede Patientin

Das Brustzentrum Kärnten ermöglicht eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller an der Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs beteiligten Experten aus den Bereichen Chirurgie, Radiologie, Innere Medizin, Anästhesiologie, „Breast Care Nurses“ – speziell ausgebildeten Krankenschwestern –, dem psychologischen Dienst und der Seelsorge. Gemeinsam arbeiten die Spezialisten unter Einbeziehung der niedergelassenen Fachärzte Hand in Hand mit dem Ziel, jeder einzelnen Patientin die für sie beste Therapie zukommen zu lassen. In der interdisziplinären Tumorkonferenz, bei der alle Experten wöchentlich konferieren, wird über den Fall jeder einzelnen Patientin beraten und entsprechende Therapieoptionen ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang nimmt auch die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten einen hohen Stellenwert ein. Die Betreuung im Brustzentrum Kärnten sieht die engmaschige Vorsorgeuntersuchung sowie auch eine mindestens fünf Jahre andauernde Therapie durch das Spital und lebenslangen Nachuntersuchungen vor.

Maßgeschneiderte Krebstherapie

Der Ärztliche Direktor und Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS ist sich sicher: „Der individuellen, personalisierten Krebstherapie gehört die Zukunft“. Sie berücksichtige etliche Faktoren wie etwa: Wie gefährdet ist der Patient? Was zeigt die Genanalyse der Krebszellen? Setzt man die Chemotherapie ein oder gibt es wirkungsvollere Methoden? Daraus ergibt sich laut Tschmelitsch die ideale Therapie für jeden Patienten. Gerade im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan setzt man sich intensiv und interdisziplinär mit dem Krebs auseinander – in der Chemotherapie, auf der Intensivstation und in der Pflegeausbildung. Eine enge Zusammenarbeit herrscht mit der Grazer Uniklinik, mit der Strahlentherapie und der Pathologie am Klinikum Klagenfurt.

Krankenhaus der barmherzigen Brüder St. veit

Bei Chirurgie-Vorstand Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS und dem Pflegeteam sitzt jeder Handgriff. Die ganzheitliche Behandlung der Patienten steht dabei im Mittelpunkt.
© Heike Fuchs

Partner des Krebszentrums Graz (CCC)

Als Netzwerkpartner des „Comprehensive Cancer Center Graz“ (Krebszentrum Graz) der Medizinischen Universität Graz steht man im Brustzentrum nicht nur für die bestmögliche Behandlung und Begleitung von Tumorpatienten, sondern auch für eine enge Zusammenarbeit in der Krebsforschung. „Nicht jede Erkrankung verläuft gleich, nicht jeder Patient reagiert gleich auf die Therapie. Deshalb ist uns die Abstimmung mit den Medizinern des LKH-Universitätsklinikum Graz sowie den Wissenschaftlern an der Medizinischen Universität Graz sehr wichtig“, so der Ärztliche Direktor und Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. JörgTschmelitsch, FACS

Vorteile für die Patienten

„Mit der Kooperation könnten die Therapiemöglichkeiten ständig verbessert werden und der Austausch über neueste Therapiekonzepte und Richtlinien werde noch enger“, ergänzt der St. Veiter Onkologe Prim. Dr. Franz Siebert, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin.
Als Vorteile ergeben sich für das Krankenhaus St. Veit zudem:

- Die regelmäßige Teilnahme von Experten der Universitätsklinik an den
- Tumorbesprechungen in St Veit

- die Überleitung kritischer Patienten an Krebszentrum Graz (CCC)
- Zweitmeinungsmöglichkeit für das Krankenhaus
- Leitlinienkonforme, gemeinsam abgestimmte Therapie und Nachsorge
- Einbringung der Patienten in interdisziplinäre Fallkonferenzen
- Qualitätssicherung, u.a. über Zertifizierung
- und die Patienten haben die Möglichkeit an aktuellen Studien teilzunehmen.

Hohes Niveau erneut bestätigt

Fachgutachter der Zertifizierungskommission DOC-CERT stellten dem Brustzentrum Kärnten vor wenigen Wochen ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. „Die gerade abgeschlossene Überprüfung der ausgezeichneten Ergebnisse führte daher zur Verlängerung der Zertifizierung als Brustzentrum für die nächsten drei Jahre“, betont Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, stolz. Damit garantiert man den Patienten des Brustzentrums Qualität auf höchster Stufe in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Nachbetreuung. Zu den Auflagen für DOC- CERT zertifizierte Brustzentren zählen die Behandlung von mindestens 100 Karzinom-Patienten pro Jahr und Operateure mit einer Fallzahl von mindestens 30 Operationen jährlich.

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