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15. September 2017

Tabuthema Blasenschwäche bei Frauen: Nicht immer gleich Operieren

Nachts mehrmals aufstehen, sich tagsüber nicht mehr weit außer Haus trauen, weil dann vielleicht die nächste Toilette schwer erreichbar ist. Angst vor Lachen, Husten oder dem Heben schwerer Gegenstände. Unter dieser verminderten Lebensqualität leiden allein in Österreich rund eine halbe Million Frauen - der Grund: Blasenprobleme. Was in der Fachsprache als “Inkontinenz” bezeichnet wird, kann sehr oft durch Medikamente und gezielte Physiotherapie auskuriert werden. Eine Operation ist dann notwendig, wenn die konservative Therapie keinen Erfolg zeigt. In der urogynäkologischen Ambulanz des Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach können Frauen schnell und unkompliziert Klarheit gewinnen. Das interdisziplinäre Angebot wird nun durch spezielle Physiotherapie im Haus erweitert.

„Wichtig ist, dass die Ursache für die Inkontinenz ermittelt wird“, erklärt Primar Wieland Zeilmann, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach. “Blasenprobleme sind den betroffenen Frauen unangenehm, leider spielt die Scham hier immer noch eine große Rolle. Zudem fürchten sich viele Patientinnen vor einer möglichen OP, das aber meistens zu Unrecht”, erklärt Zeilmann. “Denn gerade beim nächtlichen Drang zum Aufstehen und dem ständigen Gefühl, aufs Klo zu müssen, handelt es sich in der Regel um eine reine Fehlsteuerung zwischen Gehirn und Blase. Die Frauen vermeiden zunehmend, die häusliche Umgebung zu verlassen, um jederzeit ihre Toilette aufsuchen zu können. In diesem Fall - der sogenannten ‘Dranginkontinenz’ - helfen meistens die medikamentöse Behandlung sowie Beckenbodengymnastik im Rahmen einer Physiotherapie.”

Inkontinenz kann sehr oft durch Medikamente und gezielte Physiotherapie auskuriert werden. Wichtig ist, dass die Ursache ermittelt wird – in der urogynäkologischen Ambulanz des Kardinal Schwarzenberg Klinikums können Betroffene schnell und unkompliziert Klarheit gewinnen. Mit Patientin in der Inkontinenz-Sprechstunde: Primar Dr. Wieland Zeilmann, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde, und Gynäkologin Dr. Bettina Rieder-Walkner.

Fehlmeldung von Blase an Gehirn

Die Dranginkontinenz wird meist im fortschreitenden Alter durch hormonelle Umstellungen im weiblichen Körper verursacht. “Die Blase meldet dann dem Gehirn immer wieder: Ich bin voll. Tatsächlich ist sie mäßig gefüllt und auf der Toilette entleert sich wenig Urin”, so Zeilmann. Die Auslöser für den vermeintlichen Harndrang sind meist Kontraktionen der Blasenleerungs-Muskulatur. “Ein chirurgischer Eingriff ist hier nicht immer notwendig, vier bis sechs Monate gezielte Physiotherapie in Kombination mit medikamentöser Behandlung führen meist zur Besserung der Beschwerden”, so Zeilmann.

Der Umgang mit der Belastungsinkontinenz

Neben der Dranginkontinenz ist die so genannte Stress- oder Belastungsinkontinenz die häufigste Form von Blasenproblemen bei Frauen. „Hier kommt es durch Druckerhöhung im Bauchraum bei beeinträchtigten Schließmechanismen von Blase und Harnröhre zu unkontrollierten Harnverlust – also beispielsweise beim Lachen, Husten, Treppensteigen oder Heben von schweren Gegenständen“, so der Primar. Auch hier steht in Schwarzach immer erst die konservative Behandlung mit Physiotherapie im Fokus. Sollte das Problem damit nicht in den Griff zu bekommen sein, bieten Zeilmann und sein Team minimalinvasive Eingriffe in Teilnarkose, bei denen entweder mittels eingezogenem Band die Harnröhre oder mittels eingesetztem Netz die Blase stabilisiert wird. Durch die Operation mittels kleiner Schnitte ist der Krankenhausaufenthalt nur kurz und die Eingliederung in soziales Umfeld und Beruf erfolgt zügig. Davon profitieren die Patientinnen enorm.

Umfassender Blasentest als erster Schritt

Was die Diagnostik betrifft, möchte Zeilmann betroffenen Frauen insbesondere die Angst vor der ersten Untersuchung nehmen: “Wir bieten jeden Donnerstagvormittag im Rahmen unserer urogynäkologischen Ambulanz eine Inkontinenz-Sprechstunde an. Die Patientin füllt einen Anamnese-Fragebogen aus und es folgt ein zielführender Blasentest. Dabei wird die Blase gefüllt und wir messen Kapazität, Druck und Entleerung. Das mag zwar etwas unangenehm erscheinen, die Untersuchung ist aber schmerzfrei.“ Ist weitere Diagnostik nötig, können die Gynäkologen je nach Bedarf Neurologen oder Psychologen des Klinikums sowie die konsiliarisch hier tätigen Urologen einbeziehen.

Strukturen im Klinikum ausgebaut

„Wichtig ist, dass die Frauen nach der Diagnose konsequent die angebotenen Therapien nutzen, speziell wenn es um die Physiotherapie geht“, betont Zeilmann. Gerade hier ortet er im Innergebirg jedoch zunehmenden Bedarf an spezifischer Physiotherapie aufgrund der Alterspyramide, dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Frauen und zunehmend offenem Ansprechen von Inkontinenz-Problemen. Daher wurden nun die etablierten Strukturen im Schwarzacher Klinikum weiter ausgebaut und der Bereich der Physiotherapie in das interdisziplinäre Gefüge integriert. „Wir können jetzt direkt aus der urogynäkologischen Ambulanz Termine mit unserer Physiotherapie koordinieren“, freut sich Zeilmann. Ein weiterer großer Vorteil ist der direkte Austausch zwischen den Therapeutinnen und der Abteilung für Frauenheilkunde. „Die Evaluierung durch die Therapeutin ist richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Behandlung“, so der Primar.

Neu im Kardinal Schwarzenberg Klinikum: spezielle Physiotherapie für Frauen mit Blasenproblemen. Neben zielgerichteter Beckenbodengymnastik wird auch Biofeedback in der Therapie eingesetzt. Die Evaluierung durch die Therapeutin ist richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Behandlung. Fotos: Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Mehr Informationen: www.kardinal-schwarzenberg-klinikum.at

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