Erweiterung der Grabstätte für still geborene Kinder
„Es war ein furchtbarer Schock.“ „Ich konnte nur weinen!“ „Mein Mann und ich waren fassungslos.“ So sind meist die Reaktionen verwaister Eltern nach einer Fehl-, Früh- oder Totgeburt, berichtet Kerstin Böhm, Seelsorgerin des St. Josef Krankenhauses. Sie steht den Eltern in dieser schwierigen Situation bei und unterstützt sie. Denn trotz der Trauer sind zahlreiche Entscheidungen zu treffen.
Bestattung still geborener Kinder
Die Grabstätte für still geborene Kinder bietet Eltern die Möglichkeit, ihr Kind zu bestatten – unabhängig von Geburtsgewicht (siehe Hintergrundinformation) und finanziellen Möglichkeiten. Gestaltet in der Form eines Kinderbettes mit Engelsflügeln haben die zurückbleibenden Eltern am Hütteldorfer Friedhof einen Ort, an dem sie ihres Kindes in Stille und Würde gedenken können. Einmal im Quartal findet eine Urnenbeisetzung statt. Die Zeremonie wird von der Krankenhausseelsorge des St. Josef Krankenhauses feierlich gestaltet. Auch andere Religionen und ihre Riten sind willkommen. Die Möglichkeit der Beisetzung ist für die betroffenen Eltern kostenlos.

Grabstätte des St. Josef Krankenhauses für stillgeborene Kinder am Hütteldorfer Friedhof
© St. Josef Krankenhaus Wien
Zu wenig Platz
Rund 25 Eltern nehmen dieses Angebot pro Jahr in Anspruch. Mittlerweile ist die Grabstätte zu klein geworden, weshalb eine Erweiterung in Form eines Erd-Parzellen-Teils für Bio-Urnen nötig ist.
Hintergrundinformation: Pflicht zur Bestattung
Ab einem Geburtsgewicht von 500 Gramm hat eine Meldung des Kindes und damit auch eine Bestattung zu erfolgen. Die Kosten dafür entsprechen den üblichen Begräbniskosten. Alle anderen Kinder können auf Wunsch der Eltern bestattet werden, müssen aber nicht.
Rund 200 Kinder kommen im