OÖ-Ordensspitäler: Bisher keine Einigung im Lohnstreit

Zähes Ringen: Die Verhandlungen rund um den Kollektivvertrag für das nichtärztliche Personal in den Ordensspitälern Oberösterreich sind weiterhin im Laufen. © Pixabay (Gerd Altmann)
Die vorgeschlagene Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent ab 1. Juli 2026 würde sich am Abschluss des öffentlichen Dienstes auf Bundesebene orientieren, hieß es in einer Aussendung der Ordensspitälter Oberösterreich. Die Forderung der Gewerkschaft nach einer Erhöhung über diesem Abschluss würde die Allgemeinheit belasten. Die von der Gewerkschaft geforderte Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich würde beim bestehenden Personal zur Arbeitsverdichtung führen und sich auch auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten auswirken. Angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels sei diese Forderung laut Ordensspitälern nicht umsetzbar.
Für das von den Verhandlungsvertretern der Ordensspitäler OÖ alternativ vorgeschlagene Maßnahmenpaket wiederum gebe es von der Gewerkschaft noch keine Rückmeldung. Umso weniger nachvollziehbar und schon gar nicht zielführend ist deshalb für die Ordensspitäler die am gestrigen Montag von der Gewerkschaft durchgeführte Kundgebung vor dem Linzer Landhaus. Dennoch werde auf die Kompromissbereitschaft der Gewerkschaft gehofft, hieß es, und weiter: „Unsere Hand ist ausgestreckt.“
Langwierige Verhandlungen
Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft vida und den Vertretern der Ordensspitäler dauern bereits seit Ende November an. Die Arbeitnehmerseite fordert eine Lohnerhöhung mindestens in Höhe der Inflation und eine Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeberseite hatte bereits zuvor erklärt, dass eine solche Arbeitszeitverkürzung Mehrkosten in Höhe von rund 80 Millionen Euro jährlich verursache und zusätzliches Personal erfordern würde, das aufgrund des Fachkräftemangels nicht verfügbar sei.
Die Ordensspitäler Oberösterreich beschäftigen rund 10.000 Mitarbeitende und versorgen jährlich 52 Prozent aller stationären Patientinnen und Patienten des Bundeslandes. Im ambulanten Bereich erfolgen 51 Prozent aller Patientenkontakte in den Ordensspitälern Oberösterreichs.
Quellen: Ordensspitäler Oberösterreich, kathpress