Herzrhythmusstörungen können viele Ursachen haben. Manche Arrhythmien sind harmlos, andere können unter bestimmten Voraussetzungen bedrohliche Situationen für die Patienten darstellen. Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern, in Europa sind derzeit ca. zehn Millionen, in Österreich über 100.000 Menschen, davon betroffen. Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Lebenslange Blutverdünnung senkt dieses Risiko. Allerdings leiden viele Betroffene unter den Nebenwirkungen der starken Medikamente, die die Blutgerinnung herabsetzen. Der Herzohrverschluss, ein minimalinvasiver Eingriff mittels Katheter, stellt eine wirksame Alternative zur dauerhaften Antikoagulation dar. Im Klinikum Wels‐Grieskirchen wird dieser Eingriff nun auch patientenschonend ohne Narkose durchgeführt.